Mangel und Depression

Vitamin D hat eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit. Es ist an Tausenden von Regulierungsvorgängen in den menschlichen Körperzellen beteiligt. Folglich erhöht ein Vitamin-D-Mangel das Krankheitsrisiko ganz erheblich - vor allem im Winter, wenn die Sonne in den nördlichen Regionen der Erde viel zu tief steht, um für die erforderliche UV-Strahlung zu sorgen.

Genau auf diese UV-Strahlung aber ist der Körper angewiesen, denn Vitamin D wird zu rund 90 Prozent in der Haut gebildet – jedoch nur unter dem Einfluss der Sonne. Von 2005 bis 2008 erforschte das Max-Rubner-Institut die Vitamin-D-Situation in Deutschland. Und die Ergebnisse machen Sorgen. Denn die Analysen der Forscher zeigen: Ca. 60 Prozent der untersuchten Männer und Frauen bekommen zu wenig Vitamin D (bezogen auf das gesamte Jahr). Mittlerweile erhöhten Experten den täglichen Bedarf an Vitamin D. Anlass waren neue Einblicke in die Wichtigkeit dieses Vitamins.

Mit dem neu angesetzten Tagesbedarf besteht sogar bei 90 Prozent der Teilnehmer Mangel an Vitamin D. Genau genommen bei 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen. Jeder fünfte Teilnehmer hatte sogar einen schweren Mangel. Aber warum liefert das Sonnenlicht nicht genug Vitamin D?